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Die Herbert

Die Herbert ist ein Dampfschlepper aus dem Jahr 1905. Sie stammt aus einer Epoche, in der die Wasserstraßen noch für Holztransporte genutzt wurden. Mit ihrer gut erhaltenen Originalmaschine präsentiert sie hochinteressante Technikgeschichte. Die Herbert wurde von Eriksbergs Mekaniska Verkstad in Göteborg im Auftrag von Strands Ångsåg bei Nössemark im Nordwesten Dalslands gebaut, allerdings im Jahre 1907 an Lennartsfors verkauft. Ihre Aufgabe bestand darin, Holz zur Säge zu schleppen. Später schleppte sie auch mit Zellstoff und anderen Papierprodukten beladene Prahme. Im Winter wurde das Schiff teilweise als Eisbrecher eingesetzt. Wenn das Eis besonders dick war, musste sie die Passagierdampfer, die nicht gegen das Eis ankamen, ersetzen. Das zu schleppende Holz wurde zu Holzflößen gebündelt, von denen dann bis zu 40 in einem fast 200 m langen Schlepp aneinandergekoppelt wurden. Jedes Floß enthielt ca. 40 m3, sodass ein Schlepp fast 2400 m3 umfassen und ca. 2000 Tonnen wiegen konnte. Das entspricht 50 vollen LKWs oder einem ganzen Güterzug. Schnell ging das nicht: die Geschwindigkeit betrug 2-3 km/h. Eine Reise von Lennartsfors nach Bengtsfors konnte volle 25 Stunden dauern, während die Rückfahrt nur 3 Stunden in Anspruch nahm.

In den 1960-er Jahren übernahmen zunehmend LKWs die Holztransporte und die Wassertransporte nahmen ab. Im Jahre 1966 schleppte die Herbert ihr letztes Floß und eine gut 60-jährige Epoche ging zu Ende. Die Herbert verließ den Dalsland-Kanal im Jahre 1968 und wechselte mehrmals den Besitzer, bevor sie im Jahre 1985 nach Alingsås kam. Nach einer 12000-stündigen, gründlichen Renovierung nahm sie im Jahre 1992 den Verkehr auf dem Mjörnsee wieder auf. Die Herbert genießt nunmehr den Status eines Traditionsdampfers und wurde außerdem von den Staatlichen Marinemuseen unter Denkmalschutz gestellt.

Technische Daten

Die Herbert wurde 1905 von Eriksbergs Mekaniska Verkstad in Göteborg gebaut, ist 15,25 m (51 Fuß) lang (ü. a.), 14,2 m in der Wasserlinie und 3,68 m breit. Der Tiefgang beträgt 1,58 m und die Wasserverdrängung 30 Tonnen. Im Maschinenraum befindet sich ein mit Steinkohle geheizter Feuerrohrkessel schottischen Typs, der von Eriksbergs Mekaniska Verkstad gebaut wurde. Die Hauptmaschine, ein Zweizylinder-Compound mit 45 iPS (33 kW), wurde von Ljunggrens Mekaniska Verkstad in Kristianstad hergestellt. Hier gibt es auch eine Worthington-Hilfspumpe und eine Einzylinder-Lichtmaschine der Marke Stuart. Der Kessel fasst 2,5 m3 Wasser und sein Arbeitsdruck beträgt 8 kg/cm2. Die Herbert bietet Platz für 25 Fahrgäste und macht 8 Knoten mit einer Besatzung von 3-5 Mann.